Verantwortung und Selbsttätigkeit

Selbsttätigkeit

Definition:

"Tätigkeit aus eigenem Antrieb und mit eigener Zielstellung" (de.wikipedia.org/wiki/Selbsttätigkeit)

die SchülerInnen sind zu eigenen Überlegungen aufgefordert und kommen zu eigenen Lösungsansätzen => Förderung des Problembewusstseins (de.wikipedia.org/wiki/Selbsttätigkeit)

Die wichtigste Voraussetzungfür Selbsttäigkeit ist die  innere Anteilnahme an der Problemstellung, als Motivation zum Einlassen auf das Thema.

"Selbstbestimmung meint die Fähigkeit eines Menschen, über seine individuellen, persönlichen Angelegenheiten, seine menschlichen Beziehungen und seine Überzeugungen aufgrund eigener Einsichten und nach eigenem Urteil entscheiden können" (Klafki)  (http://archiv.ub.uni-marburg.de/sonst/1998/0003/k08.html)

Die SchülerInnen müssen befähigt werden 1.) eigene EInsichten gewinnen zu können, 2.) sich eigenen Urteile bilden zu können, 3.) aufgrund der eigenen Einsichten und Urteile selbst über ihre Handlungen zu entscheiden.

Klafki benutzt den Begriff synonym mit Eigentätigkeit.

Das Prinzip der Selbsttätigkeit der Lerner verlangt von den Schülern selbst für den Lehr-Lern-Prozeß Verantwortung zu übernehmen und ihre Lehrer in die selbsttätige Gestaltung ihres Lernens zu integrieren, so daß diese nicht nur Störfaktoren sind; die sie in ihrem Lernprozeß behindern.

 

Selbsttätigkeit in Erziehung und Bildung

“Jede Einwirkung auf den heranwachsenden Menschen wird erst dann zur Führung im pädagogischen Sinne, wenn sie den Zögling zum aktiven Partner im Erziehungsprozeß, zum bewußten Mitgestalter des Erziehungsprozesses zu machen vermag, wenn der Geführte in ein aktives Verhältnis zum Führenden tritt und den pädagogischen Absichten des Erziehers,entgegenkommt'. Das aber ist ohne Selbst-tätigkeit nicht möglich. Vom Standpunkt desErziehers (Erzieherkollektivs) aus ist die Erziehung ein Prozeß der Führung, vom Standpunktdes Kindes und Jugendlichen aus ein Prozeß aktiver, bewußter schöpferischer Tätigkeit(Selbsttätigkeit). Erziehung ist immer nur möglich durch das Zusammenwirken von Führungund Selbsttätigkeit." (Klingberg 1962, S.29)

Die schulische Bildung soll die Kinder und Jugendliche zu handlungsfähigen Individuen heranbilden. Um in der heutigen Gesellschaft, in der der Informationsfluss immer weiter wächst handlungsfähig zu bleiben, muss man zu lebenslangem selbständigen, selbstgesteuerten Lernen fähig sein. SchülerInnen müssen in der Schule mit verschiedenen Lerntechniken vertraut gemacht werden.

Lernen ist nicht als einfache Übernahme von Erkenntnissen und Fähigkeiten anderer zu verstehen, sondern geschieht durch eigenständige aktive Auseinandersetzung des Lerners mit dem Lernobjekt. Der Lernende kann dabei durch andere Unterstützung erhalten.

 

 

Verantwortung

Verantwortung ist ein mehrstufiger relationaler Begriff, der sechs Elemente beinhaltet:

Verantwortung...

... trägt eine Person oder Institution

gegenüber einem Adressaten oder Betroffenen

für das eigene Handeln (und Unterlassen) oder für übernommene Aufgaben

vor einer Instanz, die Rechenschaft fordert (Personen, Gericht, Gewissen, Gott,...)

in Bezug auf bestimmte Kriterien

im Rahmen eines Handlungsbereiches

Ist jemand für eine Handlung verantwortlich, so kann er zur Rechenschaft gezogen werden. Verantwortung für etwas übernehmen, heißt für die Folgen einstehen. Unsere demokratische Gesellschaft verpflichtet jedes ihrer Mitglieder zu verantwortlichem Handeln.

5.12.08 21:29

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